Oktober, 2009

...now browsing by month

 

Wieder alleine…

Sonntag, Oktober 25th, 2009

Wir sind mal wieder – dieses mal aber nur zu dritt. Nonnina ist wieder zurück in Deutschland und hat den Trip gut überstanden. Die Flüge waren pünktlich und auch das Gepäck hat den nur sehr kurzen Umstiegsaufenthalt in London überstanden und ist mit ihr gleichzeitig in Hamburg gelandet.

Zurvor haben wir dann aber doch noch einiges erlebt, erkundet, gesehen – wie man es auch imer nennen möchte. Hier mal ein kurzer Abriss:

Chicago von der Wasserseite haben wir ja bei wunderschönem Wetter schon gesehen, ein Tag Chicago ist natürlich zu wenig und so beschlossen wir bei blauem Himmel der Metropole noch einen Besuch abzustatten. Wobei erwähnt werden muss: blauer himmel heisst nicht gleichzeitig warm! Um genau zu sein war es hundekalt und schon 10 min nach unserer Ankunft beschlossen wir für den Weg noch schnell Kaffee und heisse Schokolade zu kaufen. Wärmt nicht nur den Magen sondern auch noch die Hände. Prima! Die nächsten 2h sind wir dann durch Chicagos Millennium Park gewandert, der an diesem Tag stattfindende Marathon war zum Glück schon vorbei. Hat Spass gemacht aber die Temperaturen zwangen uns dann doch nach gut 2h wieder die Heimreise anzutreten – den Spaziergang am Wasser haben wir also bis zum Frühjahr / Sommer 2010 verschoben.

Kurz vor der Abreise waren wir dann noch ein wenig shoppen und haben am Abreisetag das Morton Arboretum besucht. Danis Kollegen hatten uns den Tip gegeben, dass bei ihrer Arbeit um die Ecke ein schöner großer Park zum spazieren gehen ist. Wie groß wurde schnell klar 😀 Genau genommen ist der PArk genau 6,9 qkm groß. Die Farbenvielfalt war überwältigend, grün-gelb-orange-rot – das volle Spektrum. Wer sich ein wenig informieren möchte kann das hier tun: http://www.mortonarb.org. Nach gefühlten 5km Wandern hatten wir dann auch genug, sind noch schnell was essen und dann alle zusammen zum Flughafen.

Wir sagen auf diesem Weg noch einmal ganz lieb DANKE für die schöne Zeit und freuen uns schon auf’s nächste Mal.

Dieses WE stand nichts spezielles auf dem Zettel. Gestern noch ein paar Sachen besorgt, heute dafür den ganzen Tag zu Hause. Fenster wurden geputzt, Laub gesammelt und das Haus ein wenig aufpoliert.

Das wars dann auch wieder. Vergesst nicht in die Fotogalerie zu schauen, Fotos vom Millennium Park und vom Arboretum sind online. Demnächste folgen noch mehr – Halloween steht vor der Tür! *Bhhuuuuuu*

Ach ja – fast vergessen. Bisher gabs ja immer Berichte von dem was wir so tun. Interessant könnten aber noch andere Dinge sein die man so in Deutschland ja gar nicht so mitbekommt. Daher werden wir von hier demnächst noch von den Unterschieden oder auch Gemeinsamkeiten von DE/USA berichten. Von Preisunterschieden über Behördengänge bis zu Versicherungen. Könnte interessant werden.

Heute daher das erste Kapitel: Maßeinheiten in den USA – vom Tanken bis zum Rindersteak.

Die erste Umstellung ergibt sich schon an der Zapfsäule. Denn hier rechnet man nicht in Litern sondern in Gallonen. Der Durchschnittspreis für eine Gallone Benzin/Super beträgt zur Zeit ca. 2,55 Dollar. Eine Gallone sind umgerechnet so ziemlich genau 3,7854 Liter. Macht 0,67 Euro pro Liter. Wenn wir jetzt noch umrechnen wirds noch günstiger. 0,67 Dollar sind bei einem Umrechnungskurs von 1Euro:1,5Dollar (Stand heute) genau 0,45 Euro pro Liter. Einen Standardtank von 50L machen wir also nicht mal mit 23 Euro voll. Ääääätsch! (Wir verschweigen hierbei aber das man hier kein Auto unter 2,3L Hubraum kaufen kann – wir haben 2.4L).

Das mit dem Umrechnen ist also wie man oben sieht gar nicht so schwer. Das bekommt man mit ein wenig Übung ganz schnell hin. Das Blöde ist nur das die Amis wenn es um Verbrauch geht nicht in Liter pro 100 km (oder meinetwegen auch Gal pro Meilen) rechnen sondenr genau andersrum sprich: MPG – Miles per Galon. Also je mehr desto besser. Confusing beim ersten Autokauf 😀 Hier muss man nun also die Zahl 235 als Grundlage nehmen. 8L/100km sind also (235:8) ca. 29 MPG. Andersrum gehts dann natürlich auch – sagt der Verkäufer das Auto schafft 25MPG heisst das (235:25) umgerechnet 9,4L/100km). Also eigentlich auch nicht so schwer. Geht aber noch weiter wenn man mit dem vollgetankten Auto Lebensmittel einkaufen geht. In unserem einkaufskorb befinden sich nun also eine Milch und ein Stück Fleisch. Wieder nicht so einfach. Bei der Milch gehts ja noch – wir kaufen einfach die große Milch und da sind immer eine GAL drin (also die 3,78L – ja ich weiss, ist ganz schön viel). Kauft man nun aber nur Kaffeesahne wirds schon schwerer. Da kauft man dann ja leider (oder zum Glück – bin mir noch nicht sicher) nicht 0,01 GAL. Neiiiiin. Man kauft meinetwegen 6FL OZ (wobei das FL bei Flüssigkeiten verwendet wird). Kurzer Schwenk zum Rindersteak: da kann man Glück oder Pech haben. KG/Gramm gibts ja hier auch nicht. Das Stück Rind wiegt nun also 1 pound. Die Umrechnun: 1 pound = 0,45359 kg. Ist bei kleineren Packungen also nciht so übel. Einfach durch 2 und am Ende noch ein paar Gramm abziehen schon hat man die kg-Einheit. Im Restaurant jedoch bekomme ich manchmal kein 1/2-punder Steak sondern ich bekomme 8 OZ. Waaaaaaaas? Jap! Genau. So gings uns am Anfang auch. Da schließt sich ausserdem wieder der Kreis zur Kaffeesahne – wir ja auch in OZ (FL) angegeben. OZ steht für ounce (Unze). Eine ounce sind 28,413 ml. Unsere Kaffeesahne hat also 211 ml und unser Steak wiegt ca 227g. Den maginalen Unterschied zwischen FL OZ und OZ (28,413 zu 28,349) vernachlässigen wir jetzt einfach mal – führt eindeutig zu weit.

Tja – damit schlagen wir uns nun also täglich rum und das war ja nur die erste Hälfte. Beim nächsten Mal gehts weiter – da kaufen wir ein Brett im Baumarkt 😀

Liebe Grüße senden die
(wieder nur noch) 3 Amis.

Tach auch…

Donnerstag, Oktober 8th, 2009

Wir sinds mal wieder, die 4 Amis. Heute will ich mal versuchen die letzten gut 2 WOchen Revue passieren zu lassen. Was ist also so passiert? Fangen wir dem der Kleinsten von uns an (nein, nicht Nonnina).

Die Maus lernt und lernt und lernt – man kommt kaum noch nach.Die Schule macht ihr noch immer viel Spaß, jeden Tag (ausser Fri) gibt’s Hausaufgaben und wir Eltern werden von der Klassenlehrerin immer auf dem Laufenden gehalten, was so gerade im Unterrichtsraum geschieht. Klasse und ein riesen Unterschied zu Deutschland. Jedenfalls fängt die Maus schon langsam an, ihre deutschen Sätze absichtlich mit englischen Wörtern zu verzieren. Da passiert es also schon mal, dass sie in der Schule ein interessantes book gelesen haben. Niedlich. Auch ist es fanzinierend wie schnell sie doch gedanklich umschwenken kann, sobald jemand mit ihr englisch spricht. So macht das Spaß.

Mit Nonnina war die Maus vorletztes WE in Philadelphia bei Rene & Tiziana. Der Flug verlief ohne Komplikationen und auch sonst hatten die Beiden (bzw. die 6) ne Menge Spaß und die Maus war ganz traurig, ihren Cousin/ ihre Cousine wieder verlassen zu müssen. Aber ist ja nicht das letzte Mail…

Wir beiden haben das WE dann zum Feiern genutzt. Am Freitag gings mit Danis Freundin aus Hamburg und noch einer Freundin der Freundin nach Chicago, Ziel war der CLub „Excalibur“. Wirklich nette location und wir hatten ne Menge Spaß, nachdem wir es nach ca. 30 min endlich geschafft hatten einen (kostenfreien) Parkplatz zu finden. 2 Dinge sollte man sich in Chicago aber für die Zeit nach dem Clubbesuch dringend merken.

1. Wo hat man das Auto geparkt! Nunja, nach eine kleinen Suchaktion wurde dieses Problemchen schnell gelöst.
2. Immer vorher auf ner zusätzlichen Karte schauen wo man ist und wo man danach wieder hin will. Warum? Weil Wolkenkratzer und Navigationsgeräte in den nächsten Jahren wohl nicht mehr die besten Freunde werden. Aber auch das passte irgendwann und nach einem kleinen Umweg von 40 Meilen um die beiden Mädels abzusetzen waren wir dann auch gegen halb 6 (???) leicht k.o. im eigenen Bett.

Impressionen gefällig? There u go.

Am nächsten Tag hiess es dann: Pubcrawling in Naperville. Gäste: Danis Kollegen und wir. Vorher gabs aber lecker Essen in einem Restaurant in Downtown Naperville. Tolle Location und super leckeres Essen! Danach zogen wir dann durch die Pubs und ich hatte mal die Möglichkeit zu sehen mit wem Dani so die Tage auf Arbeit verbringt. Hat Spaß gemacht – gerne wieder (also heute Abend – dann aber nur mit einem Kollegen).

Dann war das WE auch schon wieder vorbei, wir holten die Beiden am Flughafen ab und Dani kämpfte am Steuer (vom Auto, nicht von der Boing) gegen peitschende Winde & Platzregen. War mal ein kleiner Vorgeschmack was hier wettertechnisch so möglich ist…

Die Tage zwischen den WE verlaufen zur Zeit eher unspektakulär, daher ist davon nicht viel zu berichten. Letztes WE gabs dann wieder Besuch aus Deutschland. Franz seine Cousinen (3 an der Zahl) waren zu Besuch und was macht Franz: RICHTIG! Fliegt nach Deutschland zum Oktoberfest. Timing ist alles 😀
Uns egal, am Sa haben wir uns die Mädels geschnappt und sind nach Chicago zum shoppen gefahren. Hatte ich erwähnt das es in letzter Zeit oft regnet? Nunja, am Sa wars mal wieder so was die Mädels aber nicht davon abhielt die Geschäfte leer zu kaufen. Nur eine Frau blieb standhaft und das war meine. Ich bin stolz auf sie 😉

Vorgestern war dann mal wieder so ein Tag… nunja… man kann eigentlich nur darüber lachen. Erinnert Ihr Euch das wir vor ca. 6 Wochen einen Esstisch bestellt hatten? Er sollte am 29. Oktober ankommen, hatte es aber zu unserer Vorfreude ein wenig eiliger. JUBEL! Endlich ein Esstisch! Oder auch nicht… Hugo (Danis Kollege) war so lieb und hat den Tisch mit Dani nach der Arbeit mit seinem Pickup abgeholt. Ich war noch Essen einkaufen und als ich zurück kam sah ich’s schon. Dani schaute beleidigt auf die Online Bestellung am Rechner, Der Tisch lag nur zu 1% ausgepackt auf dem Boden. Was war also passiert? Wir wollten einen High Dining Table. Bestellt haben wir einen Hight Dining Table (wo auch immer der Unterschid ist), angekommen ist zumindest ein normal hoher Tisch und die Farbe… nunja… irgendwie auch nicht das Wahre. Natürliche Reaktion: lachen und sauer sein zu gleich. Toll. Wieder kein Esstisch und das riesen Paket musste nun auch wieder zurück gegeben werden 🙁

Mit ne gehörigen Portion Ohnmacht im Bauch (kann man das so schreiben?) machten wir uns am selben Abend noch auf den Weg in 2-3 Möbelmärkte um uns die gleichen Tische anzuschauen, die uns schon vor 6 Wochen nicht gefallen hatten. Und siehe da: in einer Ecke stand er dann… das perfekte fehlende Teil passend zu unserem Bild, richtige Größe, richtige Farbe, einfach perfekt. Noch eine Nacht drüber geschlafen, am nächsten Tag bestellt und noch am gleichen Tag aus Chicago abgeholt (nochmal DANKE an Hugo!!!). Seit gestern Nacht haben wir also nen Esstisch und es dauerte genau 2 Tage. Hmpf. Aber schööööön! Heute Abend wird der dann endlich eingeweiht, Chefkoch Dani bittet zum Festschmaus, Marian kommt auch vorbei und danach gehts mit Franz, den 3 Cousinen & Marian auf die Piste nach Naperville.

Ich glaube damit haben wir’s. Ich glaube meine Wörter für heute sind nun auch alle.

Wir sagen „bis bald“.
Eure 4 Amis.